Das Sulmtaler – Landhuhn mit Kaiserwürde

Feinschmeckern ist das Sulmtaler Huhn schon lange ein Begriff. Ende des 19. Jahrhunderts galt es an Königs- und Kaiserhäusern in Wien und Frankreich als besondere Spezialität. Sulmtaler stammen vom schweren Schlag des steirischen Landhuhnes und einigen anderen Fleischrassen ab, die alle bekannt für leichte Mästbarkeit und vorzügliche Fleischqualität waren.  

Nach den zwei Weltkriegen waren die genetischen Bestände des Sulmtaler Huhns nahezu ausgerottet.

Ein außergewöhnliches Comeback dieser wetterharten Rasse ist einem Winzer und Gastwirt aus der Steiermark zu verdanken,  der sich trotz mehrmaliger Rückschläge nicht davon abbringen ließ, dieses steirische Original zu retten. Zusammen  mit Professoren der Veterinäruniversitäten Marburg und Laibach konnten wieder genetisch einwandfreie Sulmtaler- Mutterherden entwickelt werden.
Nach eingehender Prüfung nahm Slow Food International 2009 das Sulmtaler Huhn in seine Arche zur Rettung und Bewahrung des Geschmacks auf.

Steckbrief:

Sulmtaler Hühner ähneln dem Altsteirer Huhn, sie sind jedoch im Körperbau massiger, bedeutend größer und schwerfälliger. Das markante Erkennungszeichen der Hennen sind ein Wickelkamm und ein kleiner Schopf.

Die Legeleistung beträgt 150 Eier pro Jahr, das Eigewicht liegt bei etwa 60 g. Der Standard liegt bei 50 g. Die Hennen wiegen rund 2,5 kg, die Hähne sind um 1 kg schwerer.

 

Fotos: Wolfgang Reiterer

www.sulmtalerhendl.at