Sundheimer Huhn – runde Hennen, zahme Hähne

Das Sundheimer Huhn ist die klassische Rasse des alten Landes Baden. Benannt wurde es nach dem Ort Sundheim im Kreis Kehl. Bereits 1886 schlossen sich die Züchter zu einer Vereinigung zusammen: das Sundheimer Huhn sollte ein leicht mästbares, schnell wachsendes Fleischhuhn sein.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Zuchtziel neu gewichtet: nun wurde die Legeleistung stärker betont. Seit dieser Zeit gilt das Sundheimer Huhn als eine relativ gut legende Zweinutzungsrasse mit betonter Fleischleistung.

Die Sundheimer sind eine ruhige und zutrauliche Rasse, die Hähne krähen verhalten und nicht übermäßig häufig. Sie fliegen kaum. Sie sind intensive Futtersucher und nutzen Grasausläufe sehr gut.

Mit ihrem silberweißen Kopf und schwarz gezeichneten Halsfedern sehen sie sehr elegant aus.  Vom Aussehen her gibt es kaum Unterschiede zwischen Henne und Hahn. Ausgewachsene Hähne wiegen 3,5kg, die Hennen etwa ein Kilo weniger. Die Legeleistung liegt bei200 Eiern pro Jahr. Die Eier sind cremefarben bis hellbraun.

Eine Besonderheit der Rasse ist die sogenannte Bestrümpfung, das ist eine knappe bis mittlere Befiederung der Läufe an der Außenseite bis zu den Außenzehen.

Fotos: Nana Rimprecht