Das deutsche Lachshuhn

 

Lachshenne_Melani-Nolte_20090611_1645759571_0212Das Deutsche Lachshuhn hat französische Ahnen. Ursprünglich wurden sie in Zentralfrankreich, in einem Gebiet rund um das Dorf Faverolle gehalten und hießen einfach Faverolles.

Ende des 19. Jahrhunderts gelangten die Faverolles-Hühner zu uns nach Deutschland. Bei den deutschen Züchtern stand allerdings nicht, wie in Frankreich, die Wirtschaftlichkeit beim Fleischansatz im Vordergrund. Stattdessen wurde mehr Wert auf das Aussehen der Hühner gelegt. So entstand durch die  Einkreuzung von Dorking- und Sussexhühnern die auffallende lachsrote Farbe.  Die Rassebezeichnung "Deutsches Lachshuhn" war geboren.

Trotz dieser Umorientierung der Zucht in Deutschland wurden die besonderen Merkmale der Ursprungsrasse, was Wirtschaftlichkeit und Robustheit anbelangt, nie ganz verdrängt. Bis heute  gelten Lachshühner in Fachkreisen als vorzügliche Fleisch- und Legehühner. Damit sind sie eine interessante Alternative zu den qualvoll überzüchteten Lege- und Masthybriden der industriellen Geflügelproduktion. Eine Besonderheit der Lachshühner sind sicherlich die fünf Zehen, die nur wenige andere Hühnerrassen haben.

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Steckbrief

Die großen, schweren Hühner erreichen ein Gewicht von 3-4 kg beim Hahn und rund 3 kg bei der Henne. Sie sind sehr breit und tief gebaut, mit schön bemuskelter Brust. Das Fleisch ist sehr zart und schmackhaft. Die Legeleistung liegt bei 160 Eiern.

Die Haltung ist unkompliziert, da Lachshühner schlechte Flieger sind. Die Tiere sind ruhig und zutraulich.

Rote Liste, Kategorie I, extrem gefährdet.

 

 

Fotos: Melani Nolte